Willkommen

Wir sind eine Gruppe engagierter Bürgerinnen und Bürger, die sich im Zuge der Enthüllungen von Edward Snowden im Sommer 2013 zusammengetan haben. Mit unseren Aktionen möchten wir die breite Masse der Bevölkerung für die Gefahren ausufernder Überwachung sensibilisieren und uns für den Erhalt der Freiheitsrechte einsetzen. Mehr über uns.

 

Wie bereits letztes Jahr hat sich #StopWatchingUs Köln wieder in den Kölner Karneval gemischt.

Geisterzug

Am Samstag Abend hat sich #StopWatchingUs Köln in den Kölner Geisterzug eingereiht und wieder mit leuchtenden Kameralaternen das ausgelassene Karnevalsvolk "überwacht". Mit der Aktion wollten wir die Teilnehmer darauf hinweisen, dass der Geist, der spätestens seit Snowden aus der Flasche ist, gruseliger ist als jedes Schreckgespenst: Wir werden im Alltag ständig - und damit auch in "Ausnahmesitutationen" wie dem Karneval - überwacht, z.B. durch Abhören unserer Mobilfunk- und Internetaktivitäten oder Aufzeichnung von Videoüberwachungskameras in öffentlichen Räumen. Wer hat schon selbst an Karneval nichts zu verbergen?

Rosenmontagszug

Auf Einladung des Kölner Karnevals(nicht)vereins Pappnasen Rot-Schwarz haben wir uns auch dieses Jahr wieder an deren "Zoch vorm Zoch" beteiligt. Eine knappe halbe Stunde vor Beginn des eigentlichen Karnevalsumzuges haben wir zusammen mit rund 100 Jecken entlang des offiziellen Zugwegs Millionen wartender Karnevalisten ein musikalisches "Su schäl Jeck - TTIP weg" entgegengesungen. Dabei haben wir das Motto von Rot-Schwarz in ein "Su schäl Jeck - met TTIP sin üür Daten weg!" erweitert: Mit Staubsaugern bewaffnet haben wir als "Datensauger" die Daten der Karnevalisten abgesaugt, um sie mit den offenen Datenschutzaspekten im Zusammenhang mit Freihandelsabkommen wie TTIP und CETA und den durch sie installierten Schiedsgerichten zu konfrontieren.

Vielen Dank an die Pappnasen für diesen herrlichen Tag!

Rund 30 Menschen haben sich gestern Abend im gemütlichen Ambiente des Weltempfänger eingefunden, um unserer Lesung gegen Überwachung zu lauschen. Neben zwei Beiträgen der Slam-Poetin Daria wurden Essays von Kai Biermann, Thomas Stadler, Constanze Kurz und Anne Roth vorgetragen und mit Ausschnitten aus Orwells dystopischem Klassiker "1984" kontrastiert. An die Lesung reihte sich eine halbstündige Diskussion sowie angeregte Tischgespräche.

Bei der bundesweiten Aktion "Lesen gegen Überwachung" fanden gestern an 20 Orten in 17 Städten Lesungen statt. Im Rahmen des "Safer Internet Day" wollten die beteiligten Menschen und Gruppen damit auf die Gefahren der Totalüberwachung unserer Gesellschaft hinweisen.

Am 10. Februar ab 20 Uhr

im Weltempfänger Café, Venloer Str. 196, 50823 Köln – aber auch an vielen anderen Orten in Deutschland!

Kommt vorbei und bringt ein paar Freunde mit. Der Eintritt ist natürlich frei. Wer möchte kann uns auch unterstützen, indem sie oder er vorher unser Plakat (PDF, 4,6 MB) ausdruckt und damit etwas Werbung macht.

Seit Sommer 2013 wissen wir dank Edward Snowden, in welchem Ausmaß unsere Kommunikation und unser Handeln im Netz gespeichert und analysiert werden. Die Systeme zur vollumfänglichen Überwachung und Kontrolle werden derweil weiter ausgebaut. Es liegt in unserer Verantwortung als mündige Gesellschaft, eine Debatte darüber zu führen, wie wir diesem Angriff der Exekutive auf ihre Bürger begegnen wollen.

Ein bundesweiter Zusammenschluss von Gruppen, die sich gegen Massenüberwachung stellen, veranstaltet am 10. Februar unter dem Titel “Lesen gegen Überwachung – Unser Beitrag zum Safer Internet Day” Lesungen in verschiedenen Städten.

Wir lesen Texte, die die Hintergründe des Themas beleuchten, geben anschließend Raum für Fragen sowie Diskussion und zeigen Handlungsoptionen auf. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

lesen-gegen-ueberwachung.de
#LesenGegenUeberwachung

Am 10. Februar ist "Safer Internet Day". Seit Sommer 2013 wissen wir dank Edward Snowden, in welchem Ausmaß unsere Kommunikation und unser Handeln im Netz gespeichert und analysiert werden. Die Systeme zur vollumfänglichen Überwachung und Kontrolle werden derweil weiter ausgebaut. Jede Diskussion um die "Sicherheit" unseres Internets braucht damit die Perspektive von Snowden. Es liegt in unserer Verantwortung als mündige Gesellschaft, eine Debatte darüber zu führen, wie wir diesem Angriff der Exekutive auf ihre Bürger begegnen wollen.

Ein bundesweiter Zusammenschluss diverser Gruppen aus den verschiedensten zivilgesellschaftlichen Bereichen, die sich seit dem letzten Jahr gemeinsam gegen die anlasslose Massenüberwachung stellen, veranstaltet am 10. Februar unter dem Titel "Lesen gegen Überwachung - Unser Beitrag zum Safer Internet Day" bundesweit Lesungen. Wir möchten Texte lesen, die die Hintergründe des Themas beleuchten, geben anschließend Raum für Fragen sowie Diskussion und zeigen Handlungsoptionen auf.

Wir möchten Euch herzlich dazu einladen, Euch in diese Veranstaltungsreihe einzureihen.

Wie das geht? Nichts leichter als das:

  • Ihr besorgt einen Raum für "Eure" Lesung: Eine Kneipe, der örtliche Lesezirkel, die Bücherei oder Eure Fußgängerzone, die nächstgelegene Bushaltestelle oder Euer Wohnzimmer. Auch kleinste Aktionen zählen.
  • Ihr besorgt einen oder mehrere VorleserInnen. Das könnt natürlich Ihr selber sein, oder jemand, den Ihr für geeigneter haltet.
  • Ihr meldet Euch bei uns (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!), damit wir Eure Veranstaltung zusammen mit den anderen Veranstaltungen auf einem gemeinsamen Plakat sowie der dafür momentan entstehenden Webseite http://lesen-gegen-ueberwachung.de für Euch veröffentlichen sowie bei unserer Pressearbeit featuren können.
  • Ihr meldet Eure Veranstaltung auf der offiziellen Webseite des Safer Internet Day an, um auch dort Veranstalter und Teilnehmer dafür zu sensibilisieren, dass es ein sicheres Internet ohne Ächtung von Massenüberwachung und Wiederherstellung unserer Grundrechte in der digitalen Welt nicht mehr geben kann.
  • Ihr meldet eure Veranstaltung auf der offiziellen Webseite des „Safer Internet Day" an.
  • Eine in unseren Augen geeignete Textauswahl findet Ihr hier. Aber das sind nur Vorschläge: Ihr sollt natürlich lesen, was Ihr für thematisch geeignet haltet.
  • Ihr druckt Flyer und Plakate aus und bewerbt Eure Veranstaltung.
  • Das Hashtag für die Veranstaltung ist #LesenGegenUeberwachung.
  • Ihr lest am 10.02. und sensibilisiert damit Eure Mitmenschen für die Gefährdung unserer freiheitlichen Gesellschaft durch die allgegenwärtige Massenüberwachung.
  • Ihr macht idealerweise ein Foto Eurer Veranstaltung und schickt es uns, damit wir es auf der Webseite veröffentlichen können.

Wir möchten mit der Veranstaltung das Thema Massenüberwachung weiter im Bewusstsein der Bevölkerung halten: Es kann nicht angehen, dass wir den von Snowden offengelegten Super-GAU für unsere freiheitliche Gesellschaft achselzuckend hinnehmen und meinen, gegen die Tendenzen einer sich immer weiter automatisiert selbst überwachenden Gesellschaft nichts tun zu können; dass wir 1 1/2 Jahre nach Snowden meinen, die Sicherheit im Internet durch längere Passwörter wiederherstellen zu können: Das Internet ist genauso kaputt wie das Verhältnis zwischen unseren von der Überwachungslobby bestimmten Sicherheitsorganen und unserer zivilen, freiheitlichen Gesellschaft. Wir müssen denen, die den gegenwärtigen Zustand für richtig oder zumindest notwendig halten, konsequent und nachhaltig die Stirn bieten.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Ihr Euch trotz der Kürze der Zeit dazu entschließen könntet, den Wirkungsradius dieser Aktion durch Eure Teilnahme zu vergrößern. Meldet Euch doch einfach bei uns unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Politiker von SPD und CDU versuchen der Vorratsdatenspeicherung wieder Leben einzuflößen. Doch eine umfassende Speicherung von Telekommunikationsdaten darf es überhaupt nicht mehr geben. Das Bundesverfassungsgericht und der Europäische Gerichtshof haben das Instrument zu Recht als unverhältnismäßig aufgehoben. Jetzt gilt es gute Polizeiarbeit zu fördern statt Zombiepolitik zu machen.

2010 klagten fast 35.000 Menschen erfolgreich gegen die anlasslose Vorratsdatenspeicherung in Deutschland. Die Bevölkerung sandte damit ein klares Zeichen an die Politik, dass sie ihre eigene ziellose Überwachung ablehnt und ihre Freiheitsrechte hochhält. Nach dem Bundesverfassungsgericht bemängelte auch der Europäische Gerichtshof die ziellose Speicherung vielzähliger Informationen über alle Telefon- und Internetnutzer. Die Anbieter von Telekommunikationsdienstleistungen waren zuvor gezwungen gewesen, alle Informationen zu sammeln, wer wann mit wem wie lange und wo telefoniert oder e-mailt - ein massiver Eingriff in unsere Grundrechte und eine Absage an das Prinzip der Unschuldsvermutung.

Die Kriterien, die der Europäische Gerichtshof in seinem Urteil aufstellte, erlauben keine Vorratsdatenspeicherung mehr. Sie führen zurück zu einer zielgerichteten Polizeiarbeit, bei der ein Verdacht dazu führt, dass die Polizei gegen die Verdächtigen ermittelt. Gegebenenfalls muss sie in schweren Fällen dann auch Zugang zu Telekommunikationsdaten haben. Aber eben erst ab diesem Zeitpunkt und für diesen Fall. Dazu bedarf es keiner Vorratsdatenspeicherung. Übrigens hat Frankreich augenblicklich Regelungen zur Vorratsdatenspeicherung. Sie halfen nicht, die Attentäter zu stoppen. Die Faustregel bleibt damit weiterhin, dass die erfolgreichste Ermittlungsarbeit von den Polizeibeamten gemacht wird. Trotzdem wird die Vorratsdatenspeicherung von CDU und SPD immer noch dogmatisch überhöht. Aber haben Sie schon einmal gehört, dass Zombies etwas Gutes tun?