Willkommen

Wir sind eine Gruppe engagierter Bürgerinnen und Bürger, die sich im Zuge der Enthüllungen von Edward Snowden im Sommer 2013 zusammengetan haben. Mit unseren Aktionen möchten wir die breite Masse der Bevölkerung für die Gefahren ausufernder Überwachung sensibilisieren und uns für den Erhalt der Freiheitsrechte einsetzen. Mehr über uns.

 

28. März, 11 bis 16 Uhr im Flughafen Köln/Bonn, Terminal 2/Abflug

#StopWatchingUs Köln beteiligt sich im Rahmen der Kampagne "Verfolgungsprofile" an dem bundesweiten Aktionstag gegen die drohende Vorratsdatenspeicherung von Passagierdaten.

Auf EU-Ebene wird zurzeit darüber verhandelt, ob Fluggesellschaften unsere Passagierdaten pauschal an Polizei und Geheimdienste übermitteln müssen. Passagierdaten oder »Passenger Name Records« (PNRs) sind umfangreiche Datensätze, die Fluggesellschaften über jeden Passagier anlegen. Diese Daten sollen bei Behörden bis zu 5 Jahre gespeichert bleiben. Einige EU-Minister wollen sogar den Schiffs- und Bahnverkehr überwachen.

Zu Ferienbeginn am 28 März werden wir deshalb im Terminal 2 des Flughafens Köln/Bonn demonstrieren und Infomaterial verteilen. Außerdem möchten wir die Reisenden dazu einladen, EU-Abgeordneten Postkarten zu schreiben um die Politiker aufzufordern, eine anlasslose Speicherung von Reisedaten abzulehnen.

Weitere Informationen findest du auf der Internetseite der Kampagne: verfolgungsprofile.de

Am kommenden Mittwoch, dem 11.03.2013 ist #StopWatchingUs Köln zu einer Podiumsdiskussion im Anschluss an eine Lesung aus dem neuen Buch von Malte Spitz eingeladen:

Malte Spitz wollte wissen, wer was über ihn weiß. Während alle nur theoretisch über Datenschutz diskutieren, will Malte Spitz es genau wissen. Wer hat welche Informationen über mich gespeichert, wer verarbeitet welche Angaben über mein Leben? Er wagte eine Expedition zu den Orten, an denen sonst keiner so hartnäckig nachfragt: Behörden, Mobilfunkanbieter, Krankenkassen, Datenbanken und Rechenzentren. Denn wer auch immer unsere Daten sammelt, gewinnt Macht über uns. Der Datenschutz ist deshalb eine zentrale Machtfrage des 21. Jahrhunderts.

Auf Einladung der Bonner Bundestagsabgeordneten Katja Dörner und der Landesarbeitsgemeinschaft „Demokratie und Recht“ der nordrhein-westfälischen Grünen stellt Malte Spitz, Mitglied im Parteirat von Bündnis 90/Die Grünen, sein Buch „Was macht Ihr mit meinen Daten?“ am 11. März in Bonn vor. Im Anschluss an die Lesung diskutiert Malte Spitz mit VertreterInnen der Landesarbeitsgemeinschaft „Demokratie und Recht“ der Grünen NRW und von #StopWatchingUs Köln über die Ergebnisse seiner Recherche. Moderiert wird die Diskussionsrunde von Katja Dörner.

Der Termin in Kürze:

Mittwoch, 11. März um 19:00 Uhr
Fabrik 45,  Hochstadenring 45, 53111 Bonn

Zum Termin auf der Webseite von Katja Dörner...

Wie bereits letztes Jahr hat sich #StopWatchingUs Köln wieder in den Kölner Karneval gemischt.

Geisterzug

Am Samstag Abend hat sich #StopWatchingUs Köln in den Kölner Geisterzug eingereiht und wieder mit leuchtenden Kameralaternen das ausgelassene Karnevalsvolk "überwacht". Mit der Aktion wollten wir die Teilnehmer darauf hinweisen, dass der Geist, der spätestens seit Snowden aus der Flasche ist, gruseliger ist als jedes Schreckgespenst: Wir werden im Alltag ständig - und damit auch in "Ausnahmesitutationen" wie dem Karneval - überwacht, z.B. durch Abhören unserer Mobilfunk- und Internetaktivitäten oder Aufzeichnung von Videoüberwachungskameras in öffentlichen Räumen. Wer hat schon selbst an Karneval nichts zu verbergen?

Rosenmontagszug

Auf Einladung des Kölner Karnevals(nicht)vereins Pappnasen Rot-Schwarz haben wir uns auch dieses Jahr wieder an deren "Zoch vorm Zoch" beteiligt. Eine knappe halbe Stunde vor Beginn des eigentlichen Karnevalsumzuges haben wir zusammen mit rund 100 Jecken entlang des offiziellen Zugwegs Millionen wartender Karnevalisten ein musikalisches "Su schäl Jeck - TTIP weg" entgegengesungen. Dabei haben wir das Motto von Rot-Schwarz in ein "Su schäl Jeck - met TTIP sin üür Daten weg!" erweitert: Mit Staubsaugern bewaffnet haben wir als "Datensauger" die Daten der Karnevalisten abgesaugt, um sie mit den offenen Datenschutzaspekten im Zusammenhang mit Freihandelsabkommen wie TTIP und CETA und den durch sie installierten Schiedsgerichten zu konfrontieren.

Vielen Dank an die Pappnasen für diesen herrlichen Tag!

Rund 30 Menschen haben sich gestern Abend im gemütlichen Ambiente des Weltempfänger eingefunden, um unserer Lesung gegen Überwachung zu lauschen. Neben zwei Beiträgen der Slam-Poetin Daria wurden Essays von Kai Biermann, Thomas Stadler, Constanze Kurz und Anne Roth vorgetragen und mit Ausschnitten aus Orwells dystopischem Klassiker "1984" kontrastiert. An die Lesung reihte sich eine halbstündige Diskussion sowie angeregte Tischgespräche.

Bei der bundesweiten Aktion "Lesen gegen Überwachung" fanden gestern an 20 Orten in 17 Städten Lesungen statt. Im Rahmen des "Safer Internet Day" wollten die beteiligten Menschen und Gruppen damit auf die Gefahren der Totalüberwachung unserer Gesellschaft hinweisen.

Am 10. Februar ab 20 Uhr

im Weltempfänger Café, Venloer Str. 196, 50823 Köln – aber auch an vielen anderen Orten in Deutschland!

Kommt vorbei und bringt ein paar Freunde mit. Der Eintritt ist natürlich frei. Wer möchte kann uns auch unterstützen, indem sie oder er vorher unser Plakat (PDF, 4,6 MB) ausdruckt und damit etwas Werbung macht.

Seit Sommer 2013 wissen wir dank Edward Snowden, in welchem Ausmaß unsere Kommunikation und unser Handeln im Netz gespeichert und analysiert werden. Die Systeme zur vollumfänglichen Überwachung und Kontrolle werden derweil weiter ausgebaut. Es liegt in unserer Verantwortung als mündige Gesellschaft, eine Debatte darüber zu führen, wie wir diesem Angriff der Exekutive auf ihre Bürger begegnen wollen.

Ein bundesweiter Zusammenschluss von Gruppen, die sich gegen Massenüberwachung stellen, veranstaltet am 10. Februar unter dem Titel “Lesen gegen Überwachung – Unser Beitrag zum Safer Internet Day” Lesungen in verschiedenen Städten.

Wir lesen Texte, die die Hintergründe des Themas beleuchten, geben anschließend Raum für Fragen sowie Diskussion und zeigen Handlungsoptionen auf. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

lesen-gegen-ueberwachung.de
#LesenGegenUeberwachung