Willkommen

Wir sind eine Gruppe engagierter Bürgerinnen und Bürger, die sich im Zuge der Enthüllungen von Edward Snowden im Sommer 2013 zusammengetan haben. Mit unseren Aktionen möchten wir die breite Masse der Bevölkerung für die Gefahren ausufernder Überwachung sensibilisieren und uns für den Erhalt der Freiheitsrechte einsetzen. Mehr über uns.

 

Diesen Donnerstag, den 13. November, treffen wir uns nicht wie üblich im C4, sondern im Café Weltempfänger in Köln Ehrenfeld, nahe der Stadtbahn-Haltestelle Piusstraße (OpenStreetMap).

Das Treffen fängt um 19:30 Uhr an und ist wie immer offen. Wir freuen uns über deinen Besuch!

 

Vom 26. bis 29. September fand in Brüssel die internationale Datenschützer-Konferenz "Freedom not Fear" statt. Im Rahmen dieser Konferenz, an der auch mehrere Menschen von #StopWatchingUs Köln teilnahmen, wurde folgende an die EU-Kommission gerichtete Resolution verfasst:

Resolution to the commission of the EU

The Freedom not Fear movement, an assembly of human rights organizations, declares:

The respect for personal privacy and professional secrecy is an essential part of human dignity and any democratic society. A free and open society cannot exist without implicit private spaces and free communication. 

Mass surveillance and blanket collection of information on our communications endanger our society. Such surveillance, as part of everyday life, violates human rights, particularly:

  • the right to privacy and to anonymity
  • religious freedom
  • freedom of expression and information
  • the right to a free press
  • the freedom of movement and association
  • the integrity and confidentiality of communications
  • the right to a fair trial and the presumption of innocence

Everybody is exposed to measures of surveillance and control in an excessive manner, including:

  • the personnel of psychological counselling services
  • medical practitioners
  • trade unionists
  • journalists
  • lawyers

People who feel that they are constantly being watched and monitored are no longer free, are restrained from standing up for their rights and a just society in an unbiased and courageous manner. Accumulating information indiscriminately about all citizens does not enhance our protection against crime; it only costs us billions every year.

The Freedom not Fear movement urges the new European Commission to make the defense of human rights, in particular the right to privacy, the top priority.

We call on the Commission to begin by immediately instituting infringement proceedings against all Member States that

a) continue to require indiscriminate retention of communications data of people who are in no way linked with serious crime despite the judgment of the Court of Justice of the EU of 8 April 2014

b) have their intelligence services process communications data of people who are not even remotely a danger to national security, or that rely on foreign mass surveillance schemes to accomplish internationally what is not allowed nationally.

We also expect the Commission to follow the European Parliament's recommendations on IT security as set out in its resolution of 12 March 2014 on the US NSA surveillance program.

The following organizations signed this resolution:

datapanik.org, Belgium
Metamorphosis, Foundation for Internet and Society from Skopje, Macedonia
Panoptykon Foundation, Poland
Digitalcourage, Bielefeld, Germany
Aktion Freiheit statt Angst e.V., Germany
Datenschutzraum e.V., Germany
#StopWatchingUs Köln, Germany
AK Vorrat, Germany
Vrijbit, Netherlands

 

Jeden letzten Donnerstag des Monats lädt der Chaos Computer Club Cologne zum OpenChaos ein. Diesen Donnerstag werden Aktive von #StopWatchingUs Köln in diesem Rahmen einen Vortrag anbieten:

Vorratsdatenspeicherung, Internet- und Kommunikationsüberwachung, Bewegungs- und Verhaltensprofile, Videoüberwachung: #StopWatchingUs Köln arbeitet seit 1½ Jahren daran, der zunehmenden anlasslosen Massenüberwachung in der Bevölkerung ein größeres Bewusstsein zu verschaffen. Dazu ist die Gruppe jeden Donnerstag zu Gast im C4 in Ehrenfeld.

Wir möchten Euch an diesem Abend unsere Arbeit vorstellen und mit Euch ins Gespräch kommen u.a. darüber, wie sich unsere Arbeit verbessern lässt, inwieweit die zunehmende Massenüberwachung für die breite Bevölkerung überhaupt ein Problem ist, und wie wir uns gemeinsam für eine freie Gesellschaft einsetzen können, in der nicht JedeR als potentielleR StraftäterIn ständig überwacht wird.

Das OpenChaos findet am Donnerstag, den 30. Oktober in den Räumlichkeiten des Chaos Computer Club Cologne in der Heliosstr. 6a, 50825 Köln, statt. Beginn ist 20:00 Uhr. Ihr seid herzlich eingeladen!

 

Nächsten Donnerstag, den 23. Oktober wollen wir uns einmal einen ganzen Abend lang mit der Verschlüsselung und Anonymisierung unserer Kommunikation befassen. Bringt bitte eure Laptops oder Smartphones mit. Wir treffen uns wie jede Woche ab 19:30 Uhr im C4.

Das Angebot gilt natürlich auch für Besucher. Wer am Donnerstag nicht dazukommen kann, dem empfehlen wir die Teilnahme an einer der zahlreichen Cryptopartys in der Umgebung.

 

„Freiheit statt Angst – Stoppt den Überwachungswahn!“ oder doch lieber „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Freiheit klaut!“ Diese und weitere Ausrufe waren am Samstag, dem 30. August 2014 auf den Straßen Berlins zu vernehmen. Um die 6500 Menschen haben sich der Demonstration gegen Überwachung angeschlossen. Auch wir wollten nichts verpassen und sind extra aus Köln angereist.

Die neunstündige Busfahrt hat sich gelohnt. Hinter dem Brandenburger Tor waren Informationsstände der beteiligten Bündnisse und eine Bühne aufgebaut. Das Wetter war größtenteils auf unserer Seite und Musik sorgte für gute Stimmung. Einige bekannte Persönlichkeiten wie Daniel Domscheit-Berg (ehemaliger Sprecher von WikiLeaks), Rena Tangens (Digitalcourage e.V.) oder Hans-Christian Ströbele (Bündnis 90/die Grünen) waren anwesend. Der Amerikaner Jacob Appelbaum (Tor) hielt seine Rede sogar auf Deutsch. Nach dem Programm zogen wir ausgestattet mit Schildern und Bannern los. Der lange Fußmarsch führte uns unter anderem vorbei am Bundeskanzleramt damit jeder der Mutti mal winken konnte. Den Abend haben wir bei einem mehr oder weniger gemeinsamen Restaurantbesuch ausklingen lassen bevor es für die Meisten von uns dann hieß: ab in den Bus!

Es war ein langer und anstrengender Tag, der uns jedoch um einiges bereichert hat. Neue Kontakte wurden geknüpft, Motivation wurde geschöpft und vielleicht hat man ja den einen oder anderen Passanten zum Nachdenken angeregt. In jedem Fall haben wir ein Zeichen gesetzt: Aufstehen statt Aussitzen!

 

(Bild: "Freiheit statt Angst 2014", © digitalcourage.de, CC BY-SA 2.0)