Willkommen

Wir sind eine Gruppe engagierter Bürgerinnen und Bürger, die sich im Zuge der Enthüllungen von Edward Snowden im Sommer 2013 zusammengetan haben. Mit unseren Aktionen möchten wir die breite Masse der Bevölkerung für die Gefahren ausufernder Überwachung sensibilisieren und uns für den Erhalt der Freiheitsrechte einsetzen. Mehr über uns.

 

#StopWatchingUs Demo-Bus

Am Samstag, den 30. Mai, findet in Frankfurt unter dem Motto "Freiheit stirbt mit Sicherheit" eine Demo gegen Massenüberwachung statt. Wir fahren gemeinsam mit einem Bus dorthin, um in der Frankfurter Innenstadt rund um den DE-CIX-Knoten gegen die anlasslose Überwachung der Geheimdienste zu protestieren. Seid mit dabei und fahrt mit uns im Bus nach Frankfurt – für schlappe 10€.

Die Demo in Frankfurt ist eine von mehreren Zwischenstationen der "Freiheit statt Angst"-Tour , die dieses Jahr von uns und vielen anderen Gruppen deutschlandweit durchgeführt wird. Bringt mit uns den Protest auf die Straße! Wir wollen keinen unkontrollierbaren BND, keine Vorratsdatenspeicherung und auch sonst keine verdachtsunabhängige Überwachung!

Wir werden am 30. Mai um etwa 10 Uhr früh in Köln losfahren und abends, nach gelungenem Tagewerk, um etwa 19 Uhr wieder Richtung Heimat aufbrechen.

Anmeldung

Anmeldungen bitte per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Tickets

Wir können Euch folgende Ticketarten anbieten:

  • 10€ Standardticket
  • 15€ (oder mehr) Unterstützerticket: Mit einem Unterstützerticket helft ihr uns, die Eigenbeteiligung klein zu halten.

Wir freuen uns auf eine spannende Reise mit euch!

2015 wird es statt einer zentralen Großdemo in Berlin bundesweit mehrere Demonstrationen unter dem Motto "Freiheit statt Angst" geben. Eine Liste aller Termine findest du auf freiheitstattangst.de.

Freiheit statt Angst in Köln

Am 29. August um 14 Uhr auf dem Neumarkt.

Vorratsdatenspeicherung und BND-Skandal zeigen: Unsere Bundesregierung liefert uns einem Zustand permanenter Kontrolle aus. Damit muss Schluss sein! Doch anstatt zu handeln, werden wir für dumm verkauft. Von Aufklärungswille kann da ganz und gar nicht die Rede sein. Wir haben genug vom Sicherheits-Theaterdonner, der den Abbau unserer Grundrechte begründen soll. Denn nichts kann unsere Freiheit und Sicherheit so gut schützen, wie eben diese Grundrechte. Dafür sind sie nämlich da.

Wer überwacht wird, ist niemals frei!

Neue Überwachungsgesetze und Kontrolltechnologien zerstören unsere Freiheit und Selbstbestimmung. Demokratie lebt durch angstfreie Meinungsäußerung und überwachungsfreie Rückzugsräume. Diese zu verteidigen liegt in der Verantwortung von uns allen!

Wir wollen eine freie, demokratische und offene Gesellschaft. Wir wollen Solidarität statt Misstrauen. Wir wollen freie Gedanken statt Selbstzensur. Wir wollen mehr Mut und Engagement statt Ohnmacht und Resignation. Wir wollen Freiheit statt Angst!

Du willst mithelfen?

Super! Wenn du dich an den Vorbereitungen beteiligen möchtest, schreib dich einfach auf unserer Mailingliste ein oder komm zu einem unserer regelmäßigen Treffen.

In der vergangenen Woche hat der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages die Petition 57952 freigeschaltet, in der die Kürzung des BND-Etats gefordert wird.

Die Bundestags-Petition kann unter folgender Adresse gezeichnet werden:

https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2015/_03/_13/Petition_57952.html

Die Bürgerrechtsgruppen begründen die Petition u.a. mit der Massenüberwachung durch den BND sowie der Weitergabe von Daten, die Drohnenangriffe der US-Streitkräfte unter-stützen. Weiter führt die Begründung aus, dass der BND bereits heute nicht mehr vom Parlament kontrolliert werden kann. Dies haben auch die Anhörungen im NSA-Untersuchungsausschuss in den letzten Wochen deutlich gemacht.

Die Bundestags-Petition gegen die Erhöhung des BND-Etats wird von folgenden Gruppen unterstützt:

Bündnis Demokratie statt Überwachung

Plattform Brandenburg

Bündnis gegen Überwachung

#StopWatchingUs Köln

#StopWatchingUs Lübeck

Piratenpartei Deutschland Bezirksverband Freiburg

Deutsche Vereinigung für Datenschutz
(DVD) e.V.

 

Bündnis Privatsphäre Leipzig e. V.

no-spy.org Stuttgart

#wastun gegen Überwachung

Digitalcourage e.V.

Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung

Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung (FIfF) e.V.

SaveYourPrivacy

Bis zum Ende der Zeichnungsfrist am 29. April wollen die Bürgerrechtsgruppen die Zahl von 50.000 UnterstützerInnen erreichen. Sollte dieses Quorum überschritten werden, wird im Regelfall die Petition im Petitionsausschuss öffentlich beraten. Ziel ist es, zu dieser Beratung eingeladen zu werden und die Begründung persönlich den Abgeordneten des Petitionsausschusses vorzutragen. Damit soll der Diskurs über Überwachung in der Gesellschaft angestoßen und der Widerstand gegen den Überwachungsstaat gestärkt werden.

Weitere Informationen zur Petition sind zu finden unter:

http://wastun.jetzt/aktivitaeten/petition-zum-bnd-etat/

Im Herbst hatte #StopWatchingUs Köln zusammen mit etlichen anderen überwachungskritischen Bürgerrechtsgruppen eine auf der "Freedom not Fear" erarbeitete Resolution für das Recht auf Privatheit und gegen anlasslose Massenüberwachung an die Europäische Kommission unterzeichnet. Im Namen der Europäischen Kommission hat nun Bruno Gencarelli, Head of Data Protection Unit der Europäischen Kommission auf die Resolution geantwortet:
 
Subject: Resolution to the Commission to make the defense of human rights a top priority 
 
Dear Mr XXXXXXXXX, 
We acknowledge receipt of the resolution which you sent to President Juncker and with which you seek to make the defense of human rights a top priority. You also ask for the opening of infringements against Member States which continue to indiscriminately retain communication data or whose intelligence services process communications data equally indiscriminately. Mr Juncker asked me to thank you for bringing it to his attention and I am replying on his behalf 
Indeed, in times of revelations of mass surveillance particularly the right to data protection together with all the other fundamental rights which you list need to be observed. As you are aware, the Commission has been deeply concerned about media reports on surveillance programmes which appear to enable, on a large scale, access to and processing of data of Europeans. 
As regards any fundamental rights issue it needs to be pointed out though that the Charter of Fundamental Rights of the European Union does not apply to every situation of an alleged violation of fundamental rights. According to its Article 51(1), the Charter applies to Member States only when they are implementing European Union law. Moreover, Article 6(1) of the Treaty on European Union states that, "[t]he provisions of the Charter shall not extend in any way the competences of the Union as defined in the Treaties.". 
 
The area of national security falls within the competences of national governments, as it is underlined by Article 4 (2) of the Treaty of the European Union and Article 72 of the Treaty on the Functioning of the European Union. In addition, the relevant EU legislation applicable to data protection explicitly excludes from its scope of application processing operations concerning public security, defence and State security (Article 3 (2) of the Directive 95/46  [1] and Article 1 (3) of Directive 2002/58    [2]). 
 
This being said, it needs to be pointed out that where a Member State claims non- applicability of EU law due to the national security exemption, this clause in accordance with settled case-law of the Court of Justice will be interpreted strictly[3]. Consequently the Member State which seeks to take advantage of such exceptions needs to prove that it is necessary to have recourse to it in order to protect its essential security interests[4]. Furthermore, where this clause is being invoked, national authorities and courts need to balance individuals' rights on the one hand with interests of national security on the other hand. 
 
Following the media reports, the Commission has actively followed-up on the allegations. It is, in principle, for national authorities, including data protection supervisory authorities, to ensure the correct implementation and enforcement of EU data protection legislation vis-à-vis public and private bodies in the European Union. However, the Commission, in its role as guardian of the Treaties and in awareness of the gravity of the raised allegations has asked some Member States to clarify the scope of mass surveillance programmes, their proportionality, and the extent of judicial oversight that applies. 
 
In addition, the Commission is closely following a number of on-going developments at European and national level. These include complaints made against the use of the Tempora programme in the cases of Big Brother Watch[5] before the European Court of Human Rights as well as the case of Privacy International and others against British Intelligence and Security agencies before the British Investigatory Powers Tribunal [6]. In the case of Big Brother Watch several non-governmental organisations and private citizens have lodged a complaint against the UK and its alleged use of surveillance programmes in a generic way thereby allegedly infringing the right to privacy as enshrined in Article 8 of the European Convention of Human Rights. In the case of Privacy International the individual parties have claimed infringements of Articles 8 and 10 of the European Convention of Human Rights, with the latter protecting freedom of expression. 
 
Furthermore, a recent decision of the Irish High Court in the case of Maximilian Schrems and Data Protection Commissioner [2013 no 765JR] has raised a number of issues inter alia the question of whether access of personal data on a allegedly mass and undifferentiated basis by security authorities such as the NSA can be compatible with the right to data protection, as for instance enshrined in Article 8 of the European Charter of Fundamental Rights. In this context the court has decided to make a reference for preliminary ruling for the European Court of Justice. Evidently the Commission will be paying close attention to this procedure. 
In summary, the Commission will continue to follow these developments closely and will - also against their background - assess the appropriate steps to be taken in the future. 
 
Yours sincerely,  
Bruno GENCARELLI 
 
1) Directive 95/46/EC of the European Parliament and of the Council of 24 October 1995 on the protection of individuals with regard to the processing of personal data and on the free movement of such data, O J L 281, 23.11.1995, p. 31-50.
 
2)  Directive 2002/58/EC of the European Parliament and of the Council of 12 July 2002 concerning the processing of personal data and the protection of privacy in the electronic communications sector (Directive on privacy and electronic communications), O J L 201, 31.7.2002, p. 37-47. 
 
3) See e.g. cases C-38/06 Commission v Portugal, C-239/06 Commission v Italy, C-461/05 Commission v Denmark, C-387/05 Commission v Italy. See also judgments in 36/75 Rutili v Minister for the Interior (paragraphs 26 and 27) and C-54/99 Association Eglise de Scientologie de Paris and Scientology International Reserves Trust v The Prime Minister (paragraph 17). 
 
4) See cases cited in footnote 3. 
5) See BIG BROTHER WATCH and others against the United Kingdom, ECtHR, App. No(s). 58170/13. 
 
6) For further reference see the website of Privacy international http://www.privacyinternational.org/node/3. See also recent decision of the Investigatory Powers Tribunal of 5.12.2014.

Unsere Aktionstage gegen die Fluggastdatenspeicherung (PNR, "Passenger Name Record") im Rahmen der Kampagne Verfolgungsprofile sind auf Medienecho gestoßen: